Semantisch-lexikalische Sprachassistenz im Unterricht mit spracherwerbsgestörten Schülern

Begriffsklärung zur Semantik – Lexik / Unterschiede

Unser mentales Lexikon enthält neben grammatischen Inhalten sowohl phonologische Informationen (die Lautgestalt eines Wortes) als auch semantische Einträge (die Bedeutung des Wortes). Der Begriff der Semantik ist also enger gefasst als der Begriff des mentalen Lexikons. Um klarzumachen, dass alle Aspekte des Wortwissens gemeint sind, wird heutzutage oftmals von „semantisch-lexikalischer Entwicklung“ gesprochen.

Wortschatzerwerb bei Zweisprachigkeit

Der Worterwerb bei Zweisprachigkeit läuft neurobiologisch ähnlich ab wie der Worterwerb bei einem einsprachigen Kind. Allerdings ist die Gesamtgröße aller Wortschätze in beiden Fällen häufig gleich groß. „Semantisch-lexikalische Sprachassistenz im Unterricht mit spracherwerbsgestörten Schülern“ weiterlesen

Neuerscheinung: Handbuch Spracherwerb und Sprachentwicklungsstörung. Jugend und Erwachsenenalter

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Bei Urban & Fischer (Elsevier-Verlag) am 20.10.14 erschienen ist das von S. Ringmann und J. Siegmüller herausgegebene Handbuch Spracherwerb und Sprachentwicklungsstörung – Jugend und Erwachsenenalter.

Das Handbuch schlägt die Brücke zwischen Forschung und Praxis. Es gibt einen einen gut lesbaren Überblick über klassische Forschungsergebnisse und den aktuellen Stand zu Schwerpunkten des Spracherwerbs bzw. Sprachentwicklungsstörungen im Jugend- und Erwachsenenalter. „Neuerscheinung: Handbuch Spracherwerb und Sprachentwicklungsstörung. Jugend und Erwachsenenalter“ weiterlesen

Aufmerksamkeit und Sprache

Aufmerksamkeitsprozesse werden häufig auch als „zentrale Exekutive“ bezeichnet. Diese bildet gemeinsam mit Kurzzeitgedächtnisprozessen das sogenannte Arbeitsgedächtnis.

Ritterfeld unterscheidet drei Möglichkeiten für die Steuerung von auditiver Aufmerksamkeit:

  1. Willkürliche Aufmerksamkeitsprozesse werden durch motivationale Aspekte wie Erwartungen, Interessen und Intentionen gesteuert. Theoretisch ist diese Dimension aus der motivationstheoretischen Perspektive zu erfassen. Die dazugehörige Modellmetapher ist der Scheinwerfer.
  2. Die unwillkürliche Aufmerksamkeit wird durch physikalische Aspekte wie die Beschaffenheit der Sprachdaten (z. B. prosodische Markierung, Neuartigkeit) gesteuert. Die hier greifende theoretische Perspektive ist eine informationsverarbeitungstheoretische. Die dazugehörige Modellmetapher ist die der Ressource.
  3. Auf der dyadischen Ebene wirkt die „joint attention“, die gemeinsame Aufmerksamkeit mit dem Interaktionspartner. Auch hier ist die dazugehörige Modellmetapher der Scheinwerfer und die relevante Bezugstheorie die Interaktionstheorie.

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