Spezifische Sprachförderung im Fachunterricht

Seiffert, H. (2014): Spezifische Förderung im Unterricht bei Jugendlichen mit Sprachentwicklungsstörungen, in: Ringmann, S. & Siegmüller, J.: Handbuch Spracherwerb und Sprachentwicklungsstörungen. Band 5: Jugendlichen- und Erwachsenenalter, Edition. München: Elsevier.

Seiffert – Spezifische Sprachförderung im Unterricht

Bildung – jenseits des Gelabers – Fakten

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76388

Spricht für sich. Anschauen (so lange es verfügbar ist).

„Klasse Lehrer?
Qualität der Lehrenden unter die Lupe nehmen: Wenn Schüler versagen, suchen wir die Ursachen schnell in zu großen Klassen, in schlechter technischer Ausstattung, im Elternhaus. Dabei ist für den Schulerfolg vor allem der Lehrende wichtig.“

Profitieren schwache Schülerinnen und Schüler von homogenen Klassen?

50 Jahre später noch messbar: „Wer als Kind auf eine Schule mit sehr leistungsstarken Schülern ging und selbst eher durchschnittliche Noten hatte, verdiente später weniger und arbeitete in weniger angesehenen Berufen als jemand, der auf einer Schule mit schwächeren Schülern war.“

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schule-schwache-schueler-gehen-in-starken-klassen-unter-a-1233603.html

Ein solcher Satz muss nachdenklich machen – wenn die Studie methodisch sauber ist. Nach dem derzeitigen bildungsideologischen Paradigma müsste das Gegenteil eintreffen.

Und wirklich: so ganz unhinterfragt kann man diesen Satz nicht stehen lassen.

Für sehr schwache Schülerinnen und Schüler hat die Mega- und Metastudie von Walter („Einer flog über’s Kuckucksnest“) ergeben, dass sie von einer Sonderbeschulung nicht profitieren. Es muss also immer gefragt werden: „Um welche Schülerinnen und Schüler geht es genau?“

Informationen über den gemessenen IQ sind hier genauso hilfreich wie Aussagen über diagnostizierte Teilleistungsstörungen usw.

Es scheint hier um Schülerinnen und Schüler zu gehen, die sich „im hinteren Mittelfeld“ bewegen. Also z.B. solche Kinder, die heute von ihren Eltern auf das Gymnasium geschickt werden, früher aber wahrscheinlich eher eine Realschule besucht hätten. Es wäre gut, dies ein wenig präziser zu formulieren, um falschen Verallgemeinerungen keinen Vorschub zu leisten.

Kompentenzorientierte Sprachförderung

Die aktuelle Ausgabe der „Praxis Sprache“ (ehemals Sprachheilarbeit) widmet sich dem Thema „Kompetenzorientierte Sprachförderung“.

https://www.praxis-sprache.eu/fileadmin/user_upload/Dateien/Praxis_Sprache_Hefte/2017/Heft_3/Abstract_Heft_3_2017_157_Seiffert.pdf

Neben einer einleitenden theoretischen Darstellung von Heiko Seiffert („Kompetenzorientierter Unterricht im Förderschwerpunkt Sprache“) finden sich in dem Heft 3/2017 folgende Beiträge:

Petra Wesselmann, Geske Heitzhausen & Felicitas Löffler: Mit der Lernpizza das Lernen im Blick behalten

Ellen Bastians: „Teambesprechung im Discounter“

Beatrice Arand, Irina Ruppert-Guglhör, Dr. Franziska Schlamp-Diekmann, Anna Schröter & Monika Steigerwald: Wortschatzrituale im Unterricht

Beatrice Arand, Franziska Schlamp-Diekmann: Materialecke Kompetenzorientierung im Förderschwerpunkt Sprache