Bemerkenswert

Sprachstörungen als Lernbarriere

Fischbach al. (2013) ermitteln in einer Studie (N=2195, deutsche Kinder am Ende der zweiten und Anfang der 3. Klasse), dass 32,8 % der Gesamtstichprobe entweder kognitive Beeinträchtigungen (IQ<85) oder in mindestens einem Schulleistungsergebnis deutlich unter der Norm liegende Werte (T-Wert<40) aufwiesen. „Sprachstörungen als Lernbarriere“ weiterlesen

Bemerkenswert

Semantisch-lexikalische Sprachassistenz im Unterricht mit spracherwerbsgestörten Schülern

Begriffsklärung zur Semantik – Lexik / Unterschiede

Unser mentales Lexikon enthält neben grammatischen Inhalten sowohl phonologische Informationen (die Lautgestalt eines Wortes) als auch semantische Einträge (die Bedeutung des Wortes). Der Begriff der Semantik ist also enger gefasst als der Begriff des mentalen Lexikons. Um klarzumachen, dass alle Aspekte des Wortwissens gemeint sind, wird heutzutage oftmals von „semantisch-lexikalischer Entwicklung“ gesprochen.

Wortschatzerwerb bei Zweisprachigkeit

Der Worterwerb bei Zweisprachigkeit läuft neurobiologisch ähnlich ab wie der Worterwerb bei einem einsprachigen Kind. Allerdings ist die Gesamtgröße aller Wortschätze in beiden Fällen häufig gleich groß. „Semantisch-lexikalische Sprachassistenz im Unterricht mit spracherwerbsgestörten Schülern“ weiterlesen

Spezifische Sprachförderung im Fachunterricht

Seiffert, H. (2014): Spezifische Förderung im Unterricht bei Jugendlichen mit Sprachentwicklungsstörungen, in: Ringmann, S. & Siegmüller, J.: Handbuch Spracherwerb und Sprachentwicklungsstörungen. Band 5: Jugendlichen- und Erwachsenenalter, Edition. München: Elsevier.

Seiffert – Spezifische Sprachförderung im Unterricht

Bildung – jenseits des Gelabers – Fakten

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76388

Spricht für sich. Anschauen (so lange es verfügbar ist).

„Klasse Lehrer?
Qualität der Lehrenden unter die Lupe nehmen: Wenn Schüler versagen, suchen wir die Ursachen schnell in zu großen Klassen, in schlechter technischer Ausstattung, im Elternhaus. Dabei ist für den Schulerfolg vor allem der Lehrende wichtig.“

Sprachabschneider

1. Hans Schädlich: Der Sprachabschneider

Als Hans Joachim Schädlich seinen Kinder- und Jugendroman „Der Sprachabschneider“ veröffentlichte, orientierte er sich an Goethes „Faust“.

Die Rolle des Frankfurter Gelehrten wurde von Paul, einem Schüler mit nur sehr geringer Anstrengungsbereitschaft, ausgefüllt.

Der Pudel Mephistopheles wird in dem aktualisierten Plot vom Vielolog, einer Figur mit magischen Fähigkeiten und einer linguistischen Sammelleidenschaft, gegeben.

„Sprachabschneider“ weiterlesen

Profitieren schwache Schülerinnen und Schüler von homogenen Klassen?

50 Jahre später noch messbar: „Wer als Kind auf eine Schule mit sehr leistungsstarken Schülern ging und selbst eher durchschnittliche Noten hatte, verdiente später weniger und arbeitete in weniger angesehenen Berufen als jemand, der auf einer Schule mit schwächeren Schülern war.“

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schule-schwache-schueler-gehen-in-starken-klassen-unter-a-1233603.html

Ein solcher Satz muss nachdenklich machen – wenn die Studie methodisch sauber ist. Nach dem derzeitigen bildungsideologischen Paradigma müsste das Gegenteil eintreffen.

Und wirklich: so ganz unhinterfragt kann man diesen Satz nicht stehen lassen.

Für sehr schwache Schülerinnen und Schüler hat die Mega- und Metastudie von Walter („Einer flog über’s Kuckucksnest“) ergeben, dass sie von einer Sonderbeschulung nicht profitieren. Es muss also immer gefragt werden: „Um welche Schülerinnen und Schüler geht es genau?“

Informationen über den gemessenen IQ sind hier genauso hilfreich wie Aussagen über diagnostizierte Teilleistungsstörungen usw.

Es scheint hier um Schülerinnen und Schüler zu gehen, die sich „im hinteren Mittelfeld“ bewegen. Also z.B. solche Kinder, die heute von ihren Eltern auf das Gymnasium geschickt werden, früher aber wahrscheinlich eher eine Realschule besucht hätten. Es wäre gut, dies ein wenig präziser zu formulieren, um falschen Verallgemeinerungen keinen Vorschub zu leisten.